Mimmie oder ein Leben ohne Katze ist langweilig. 4. Besinnliche Zeit

Kein Ton von außen, kein Klingeln an der Tür, das Telefon ausgeschaltet. Ein angenehmer Duft liegt in der Wohnung, nach Patschuli, erdig, warm. Wie meine Heizung, auf der ein Fläschchen mit dem ätherischen Öl, aufgelöst im Wasser, steht. Ein kräftiger schwarzer Tee steht auf dem Stövchen, Ostfriesen-Mischung. Es ist Dezember, später Nachmittag, die dunkle Jahreszeit. Doch es schneit draußen vor meinem Fenster. Das Weiß reflektiert das Licht der Straßenlaternen. Zusammen mit der Kerze auf meinem Tisch erhellt ein schummriger Schein mein Zimmer. Ich verzichte auf elektrisches Licht und lege eine Schallplatte auf. Die basslastige Musik der Band Om dröhnt nun wohlig durch den Raum. Ein Klang, den ich nicht nur höre, sondern auch spüre, am Zwerchfell, im ganzen Körper. Der mäandernde Gesang hält mich wach. Dank seiner Stimme empfind ich kein Gefühl der Einsamkeit. Ich setz mich hin und zünde ein Räucherstäbchen an. Der Nag Champa-Geruch weckt meine Katze Mimmie auf, sie schaut sich gespannt und neugierig die Rauchschwaden an. Ich komme zur Ruhe. Das merkt mein Kätzchen und legt sich auf meinen Schoß. Ich kraule und streichle die Kleine. Sie schnurrt angenehm vor sich hin. Diese besinnliche Zeit ist uns beiden eine Freude.

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