Was ist eine Depression?

Depression ist, wenn man depressiv ist. Wenn man sich über etwas ärgert. Auch wenn man sich verkriecht. Wenn man sich ins Bett legt. Wenn man keinen sehen will. Rumheulen sowieso. Ich kenne einen. Aber das sag ich nicht. Der lebt in seiner eigenen Welt und lässt sich nicht anfassen. Der ist anders und macht was anderes. Er sitzt am Tisch und redet mit sich oder mit keinem.
Und dann fängt er an wirres Zeug zu machen. Um seine Aggression oder Depression abzubauen. Geh mir aus dem Weg, sagt er.
Ich denke, dass diese Wegzehrungen keine Anspornung haben. Man weiß nicht, wie kann man sich selber rausspornen aus dem Bett.
Man muss sich nicht verkriechen. Aber so geht es mir manchmal. Das Gefühl ist komisch, ich fühle mich so hilflos. Ich will dann keinen sehen. Ich habe dann immer Angst, dass man sich selber sieht. Das ist so anders. Dass man sich selber fragt: Was will ich eigentlich? Wie gehe ich damit um?
Es gibt ja Menschen, die sich selber nicht aktivieren können, um eine Depression abzubauen. Das ist einfach so. Warum bist du selber so? Man muss Klarheit schaffen. Indem man eine Meinungsverschiedenheit hat und vernünftig redet. Man muss sich selber fragen: Was willst du eigentlich? Man muss seine Gefühle auch zeigen können. Man muss seine Gefühle wahrnehmen.
Ich kann nicht einfach zu denjenigen gehen und sagen: Jetzt komm mal runter. Er schafft es vielleicht nicht alleine aus dem Punkt rauszukommen.
Ich hatte heute morgen eine Depression. Da ging mein Bettteil nicht hoch. Darum konnte auch nicht aus dem Bett steigen. Ich habe Hilfe geholt. Es ging nicht. Ich habe mich Scheiße gefühlt in dem Moment. Es ist nicht einfach.
Wenn ich morgens aufstehe, dann muss ich meine Depression abduschen. Wenn ich ein bisschen downig bin. Downig heißt: so ein bisschen Morgenmuffel. Ich fühl mich dann einfach bäh. Und das ist der Punkt zum Abduschen.
Manchmal weiß ich nicht, wie ich mit diesen ganzen Stresssituationen in mir drin umgehen soll. Die krieg ich alleine nicht raus. Das kann ich nur mit Steffi. Steffi ist halt so mein Standpunkt. Das finde ich wichtig. Wenn man so eine Bezugsbetreuerin hat. Auf ihrem Niveau. Dass ich mich an sie wenden kann. Dass sie mir einen Ratschlag geben kann. Und zuhören. Dass das Steffis beste Arbeit ist. Ich kann ihr vertrauen. Steffi ist sanfter. Die Betreuung früher war mehr von oben. Aber Steffi ist weicher. Auch schnuppig oder schnuffig. Und jetzt fühle ich mich einfach frei.

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