Besinnliche Vorweihnachtszeit

Advent, Advent, mehr als ein Lichtlein brennt. Der Alltag ist anders als im restlichen Jahr. Feierabend, die Büros sind leer. Kaum einer geht direkt nach Haus. Die Innenstadt ist voll, zu viele Menschen. Sie stehen um Holzbuden rum. Es stinkt nach Glühwein und Kotze. Es ist zu eng hier und trotzdem kalt. Ich will weg von hier, komm kaum vorwärts. Stehen die oder gehen die vor mir? Kein Platz für Menschen schnellen Fußes. Das ist die Zeit der Besinnlichkeit? Die find ich jetzt nur in meiner eigenen Bude. Schnell da hin, ich brauch diese Riten nicht. Auch die Zahl der Kerzen lass ich mir durch keinen Kalender bestimmen. Ich höre die gleiche Musik wie im ganzen Jahr. Das passt. Ich arbeite gerne für die weihnachtliche Stimmung anderer. Ich selber brauch sie nicht, mag sie nicht. Nächstenliebe ist kein hohles Wort und zählt für mich das ganze Jahr. Familiäres Zusammenrücken nur zu dieser Jahreszeit ist bei uns ein Brauch geworden ohne Inhalt. Keiner von uns muss mehr frieren oder hungern. Es gibt Heizung und Strom, wir bauen unser Essen nicht mehr selber an, leben nicht im Krieg und haben kein Entbehren zu erleiden. Und an die, die anders leben, überleben … an die nur zur Weihnachtskonsumzeit denken? Warum?

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Eingeordnet unter Jahreszeitensuppe, Sterneköche

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