Krell-hell ist der Tag, gefroren die Luft. Bewegungslos stehe ich an der Haltestelle, mir ist kalt. Der Bus sollte schon längst da sein. Es fällt Eisregen, der tut höllisch weh. Ich hab meine Handschuhe vergessen. Die Finger werden rot, die Haut wird rissig. Ich will nach Hause. Ich schmecke leckeren Schwarzen Tee in meinem Mund, obwohl der Wasserkocher Meilen weit entfernt ist.

In meinen Gedanken bin ich ein Polarforscher. Das Schiff liegt fest auf Eis. Ich reise mit einem Hundeschlitten weiter, wie Frankensteins Monster auf der Flucht vor der Gefühlskälte dieser Welt.

Alle drängeln sie sich rücksichtslos in den überfüllten Bus, ich bin mittendrin. Es wird stickig-warm, so soll es gewesen sein, zu Zeiten der Dinosaurier. Meine Lust schwindet, zu viele Menschen im Hier und Jetzt. Und ein Arbeitstag wartet auf mich: im Kühllager der Brauerei.

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