Ich bin eine eierlegende Wollmilchsau-Frau

Ich bin eine eierlegende Wollmilchsau-Frau. Man hat es als Wollmilchsau-Frau nicht leicht.
Ich lege so im Schnitt 100 Eier im Monat. Die müssen den ganzen Tag gewärmt werden. Ich komme zu nichts. Alle anfallenden Arbeiten bleiben liegen.
Der Herr Wollmilchsau-Mann ist den ganzen Tag nicht zu Hause. Ich muss alles alleine machen. Aber morgen ist Vatertag: Da ist er zu Hause, kann sich um die Kinder kümmern, was mit ihnen unternehmen. Das finde ich gut. Dann kann ich mich mal um den Haushalt kümmern. Denn Gottseidank ist morgen Himmelfahrt. MT

Ich bin eine eierlegende Wollmilchsau-Frau, eine eierlegende Wollmilchsau-Frau ist eine Frau, die Eier legt, eine Mischung zwischen Huhn und Frau, unten Huhn und oben eine hübsche attraktive Frau, das ist eine sehr, sehr witzige Figur, also schon eine sehr, sehr lustige Trickfilm-Figur; die Eier, die dieses Wesen legt, sind bunte Eier – eben eine Trickfilm-Figur -: oftmals erschrickt man sich sobald diese eigenartige Figur auf einen zugeflogen kommt und sich hinhockt; dann hockt diese eigenartige Figur, also diese eierlegende Wollmilchsau-Frau da stundenlang, und wenn dieses lustige aber sehr, sehr erschreckende Wesen wegfliegt, liegen da auf einmal hübsche bunte Eier; aber zum Glück ist Morgen Christi Himmelfahrt, da kommt diese erschreckende eierlegende Wollmilchsau-Frau nicht angeflogen. HF

Ich bin eine eierlegende Wollmilchsau-Frau. Man könnte auch gequirlte Sch…. dazu sagen, aber das lass ich lieber. Die täglichen Eier trag ich ständig im Kopf, und jeden Tag muss ein neues her, immer frisch aus meiner Gedankenwolle. Manchmal hängt so ein Ei auch am seidenen Faden, fällt runter in den weggeworfenen Milchbrei. Dann muss ich in den Tiefen der trüben Wollmilch aus Gedanken und Vergessenem herumsuchen. Das ist so ärgerlich, dass die Milch überkocht. Dann ist kein Platz mehr für frische Eier.
Ja, dieses tägliche Eierlegen macht schon echte Butter aus mir, aber worüber will man sich beklagen? Wo sonst sollen die täglich frischen Gedankeneier herkommen? Aber auch der bestdenkende Milchtopf braucht mal eine Pause. Für diese Woche ist Schluss mit faulen Eiern. Zum Glück ist morgen frei. TK

Ich bin eine eierlegende Wollmilchsau-Frau. Ich wäre fast ein einzigartiges Nutztier geworden. Zusammengesetzt aus der DNS von Huhn, Schaf, Rind und Schwein. Leider haben die Leute im Labor, in dem ich geschaffen wurde, rumgeschlampt. Deswegen ist auch ein bisschen Mensch in mir. Eigentlich wollten sie mich scheren, melken und schlachten. Da ich mich mit ihnen unterhalten kann und sehr gut Protest eingelegt habe, wagten sie es nicht. Jedoch eingesperrt haben sie mich. Sie meinen die Welt da draußen ist nichts für mich. Ich würde da nur gejagt, beleidigt und geschändet. Und zur Untermauerung haben mir die Menschen das Buch Frankenstein von Mary Shelley gegeben und spielten mir das Lied Iron Man von Black Sabbath vor. Doch ich weiß diese Geschichten sind nur Fiktion. Trotzdem hat dieses Buch die Sehnsucht nach einem wie mir geweckt. Ich möchte raus aus dem Labor, rein in die Freiheit. Ich werde flüchten, wenn keiner meiner Bewacher da ist. Zum Glück ist morgen Himmelfahrt. DL

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Jahreszeitensuppe

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.