Story-Teller im Rathaus

Die Story-Teller Dennis und Melanie waren im Rathaus. Zum 150. Geburtstag der Alsterdorf Stiftung gab es dort einen Empfang. Dennis Lange hat die Eröffnungsrede gehalten, folgendermaßen:

Sehr geehrter Senat, sehr geehrte Bürger und sehr geehrte Bürgerinnen, noch vor dem förmlichen Empfang mit Sekt und Orangesaft bitte ich Sie dieses Jubiläum locker anzugehen: Ziehen Sie Ihre Krawatte aus, öffnen Sie zumindest den obersten Knopf Ihres Hemdes, sitzen Sie auch bequem? Machen Sie es sich gemütlich! Wir feiern heut das 150jährige Bestehen der ev. Stiftung Alsterdorf. 150 Jahre Hilfe durch den Alltag und seine Formalien. Ich habe eine Bitte an meine nachfolgenden Redner: Halten Sie sich kurz und verständlich! Freundlichkeit und Sympathie sind wichtiger als Förmlichkeiten. Vielen Dank!

Melanie Lux hat sich über etwas geärgert: „Die Rede von Olaf Scholz fand ich lahm. Ich wäre fast eingeschlafen. Seine Rede hat mich überhaupt nicht vom Hocker gerissen. Im Gegenteil. Ich fand die Rede langweilig und ärgerlich. Und überhaupt bin ich ziemlich enttäuscht. Ich finde, Scholz geht viel zu wenig auf seine Bürger ein und läßt die Flüchtlinge hier in Hamburg einfach im Stich. Ich habe daraufhin einen eigenen Redetext entworfen, wie ich die Rede halten würde“:

Meine Rede, geschrieben von einer ganz normalen Bürgerin:

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, ich finde es super, dass Ihr Euch alle hier versammelt habt. Herzlich Willkommen. Ich möchte Euch mit meiner Rede ganz viel Mut machen. Wenn Ihr hier in Hamburg wirklich glücklich sein wollt, dann müssen wir noch ganz viel verändern. Aber wie wir in Hamburg leben wollen, hängt nicht unbedingt von den Politikern ab. Im Gegenteil. Wie wir leben wollen, entscheiden wir auch selbst. Ja, liebe Mitbürger und Mitbürgerinnen, Ihr habt richtig gehört: Wir machen die Politik. Wir brauchen dafür weder die Politiker noch Bürgermeister Olaf Scholz. Wenn wir glückliche Bürger in Hamburg sein wollen, dann müssen wir auch selbst für unsere Rechte kämpfen. Wenn wir Träume haben, dann müssen wir sie auch leben. Wir dürfen uns nicht länger von den Politikern herumschubsen lassen. Wir sind nicht länger bereit unser Leben nur von Politikerpappköpfen bestimmen zu lassen. Wir wollen auch mitbestimmen und mitreden dürfen. Wir dürfen nicht aufgeben. Wir müssen weiterkämpfen. Wir wollen eine gute Politik und wir wollen glückliche Bürger sein. Wir Hamburger fangen jetzt damit an. Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, arbeitet immer miteinander und nicht gegeneinander. Wenn Flüchtlinge, Obdachlose und arme Menschen unsere Hilfe brauchen, dann müssen wir ihnen helfen. Wir dürfen sie nicht im Stich lassen. Wir müssen uns noch besser für unsere Menschenrechte einsetzen. Ich finde, jeder Mensch hat ein Recht auf gutes Leben. Ob er nun behindert ist, Flüchtling ist und egal welcher Religion er angehört. Wenn wir alle glücklich sein wollen, dann müssen wir den Mitmenschen so akzeptieren wie er ist. Nur so erreichen wir eine gute Politik. Wir müssen gemeinsam an einem Strang ziehen. Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, wenn Ihr Etwas erreichen wollt, dann fangt an zu kämpfen. Steht auf, geht auf die Straße und demonstriert. Am besten vor dem Rathausgebäude. Macht den Mund auf und sagt unserem Oberbürgermeister, was Euch nicht passt. Wenn Ihr wütend seid auf unsere jetzige Politik, dann sagt Eure Meinung. Jeder hat das Recht auf Meinungsfreiheit. Aber unsere Demo sollte friedlich ablaufen. Mit Gewalt erreichen wir gar nichts. Wir alle haben Träume. Wir wollen alle erfolgreich und glücklich sein. Ich wünsche mir zum Beispiel, dass der Mensch wieder zurück zur Natur findet und die Landwirtschaft wieder so schön und natürlich wird wie früher. Keine Massentierhaltung. Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, kämpft für Eure Wünsche und Träume. Es lohnt sich. Ich wünsche mir, dass wir alle ganz viel erreichen und dass wir alle glückliche Mitmenschen werden. Vielen Dank, dass Ihr mir zugehört habt. Ich wünsche Euch Allen ein gutes Gelingen.

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