Tiefblaues Herbstgedicht (Dennis Lange feat. Rainer Rilke)

Herr, es ist Zeit voll zu sein / lass die Winde los.
Wer jetzt allein ist, war sehr groß und auf den Fluren ein Unikat.
Leg deinen Schatten in den schweren Wein und jage/
wenn die Blätter unruhig wandern, hin und her/
zwei südlichere Tage auf die Sonnenuhren.
Die letzte Süße wird es lange bleiben.
Wer jetzt kein Haus hat, wird lange Briefe schreiben.
Befiehl den letzten Früchten in den Alleen / dränge sie zur Vollendung hin.
Gib ihnen noch den Blues, sonst baut sich keines mehr
den Traum vom Frühling auf.
Und der Sommer wird wachen, lesen, treiben. DL

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