Dennis feat. Walther von der Vogelweide

Ich, Walter, saß auf einem Steine,
überschlug meine Beine.
Ellenbogen, Hand, Kinn sowie Wange.
In Denkerpose war ich lange:
„Wie sollte man leben in dieser heutigen Welt?“
Den einen Rat konnt ich geben:
Wie man der eigenen Dinge erwerbe,
so dass keines Neid einen verderbe.
Der zweite Rat ist:
Ehre und lebe gut,
dass dir kein andrer Schaden tut.
Der dritte Rat ist:
Gottes Huld,
der die anderen beiden vergolden tut.
All dieses wollt ich gerne in einem schreien.
Ja leider macht das keinen Sinn,
dass die weltliche Ehre und das Gute
zusammen mit Gottes Huldigung ins Herzen kommen.
Sieg, unter diesen Umständen nicht möglich:
Umtriebe im Salze,
Gewalt lebt auf den Straßen,
der Friede unter den Menschen ist verletzlich.
Die nichts geleistet haben,
werden entzweit und gesund.
Uns hat der Winter geschafft, überall.
Die Heide und der Wald, beide sind kahl.
Ich sah die Mägde an der Straße die Schnebälle werfen!
Es kam mir vor wie der Vögel Gesang.
Ich möchte verschlafen, die Winterzeit.
Wach ich auf derweil, so bekomm ich mit,
dass Gewalt ist so weit und breit.
Weiß Gott, er läßt auch meinen Streit.
So lese ich Blumen und rieche Licht.
Diese Drogen machen mein Gehirn dicht!

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Aufgewärmt, Sterneköche

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.