Das Narrenschiff

Am 9. Januar 1213 startete eine lustige Gruppe von zwölf Menschen von Husum aus eine Bootsfahrt. Leider lag Husum damals noch nicht an der Nordsee, so mussten sie ihr Schiff erst mal mehrere Kilometer tragen.

Als sie am Meer angekommen waren, ließen ihren Segler zu Wasser. Als der Käpt’n den Befehl zum Segelsetzen gab, ist ihm aufgefallen, dass sie nicht mal einen Mast hatten; also schwomm eine Gruppe von fünfen zurück an Land. Wegen der Strömung driftete jedoch eine Person in die freie See. Einem weiteren ist beim Sprung ins Wasser bewusst geworden, dass er nicht schwimmen kann. Er ging unter. Die übrigen drei gingen nass an Land und suchten verzweifelt einen stämmigen und geraden Baum.

Währenddessen driftete das Schiff immer mehr vom Land ab und überrollte dabei den gegen die Strömung kämpfenden Seemann. Es ging ein Holpern durch das Boot und sechs Ruderblätter lösten sich von ihrer Vertauung. Da fiel dem Käpt’n ein, dass er sich ein Ruderboot geliehen hatte. Nach einer einstündigen Diskussion haben sich die Seebären geeinigt, wer auf welcher Seite des Bootes welches Ruder in die Hand nimmt. Leider hatte jeder Mann eine andere Art des Ruderns drauf, so dass sich das Schiff mehr drehte als vorwärts bewegte. Sie kamen nie mehr an Land.

Dieses Schiff voller Narren wurde zu einem Geisterschiff.

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