Die Bösen Blumen

Es gibt keine bösen Blumen, es gibt nur liebe Blumen. Die sind lieb und nett und die können nicht antworten, die würden gerne antworten, aber das können die nicht, weil die keine Sprache haben, die haben keine Sprache so wie wir. Wir haben eine böse und eine gute Sprache. Die können sich nicht anschreien und die lassen sich nicht anschreien, weil es keinen Grund gibt; weil einfach die Grundsicherung ist die, dass es keinen Grund gibt sich anzuschreien. Weil wenn sich die Blumen anschreien, dann müssen die sich ja auch angiften, und das können sie nicht. Also Blumen können sich nicht verständigen, nicht so wirklich.

Aber man darf nie giftige Blumen essen; weil es ist nämlich lebensgefährlich; weil wenn Gift entsteht, dann wird man selber giftig davon, man darf keine Blumen essen und man darf keine Blumen anfassen und keine Brennnesseln anfassen; weil Brennnessel ist auch gefährlich; weil es gibt Sachen, die nicht angefasst werden dürfen. Das ist jetzt nicht böse gemeint, ich sage das aus einer Erfahrung; weil wenn wir Blumen angucken dann beobachten wir eine sogenanntees Blumenwelt, die erfreulich wird von der Natur, und die blüht einfach in uns auf; weil wir gehen mit der Natur mit, und die Blume blüht auf in uns. Weil wir sehen die Blume ja nicht, wir beobachten die Blume, wir bestaunen die einfach nur, wir sind mit der Blume verbunden, in unserem Garten, draußen, im Schrebergarten.

Die sind nicht böse; weil es nicht den Grund gibt böse zu sein. Es gibt keinen Grund, um böse zu sein.

(Birgit Hohnen)

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